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Sind manche Hunderassen krankheitsanfälliger als andere Rassen?

Wenn wir uns im Umfeld unserer Mitmenschen umschauen, wird eines klar: Es besteht ein großer Unterschied im Hinblick auf die Krankheitsanfälligkeit. Während der oder die eine scheinbar niemals krank wird, gibt es auf der anderen Seite Menschen, die ständig mit einer laufenden Nase herumlaufen. Mit einem Blick auf unsere Vierbeiner ist diese Frage ebenso berechtigt.

Tatsächlich gibt es teils erhebliche Unterschiede, was die Krankheitsanfälligkeit unter den Hunderassen angeht. Grund genug, dass wir uns einmal mit den typischen Problemen samt ihren Ursachen, den Unterschieden zwischen Rassehunden und Mischlingshunden und letztlich den daraus folgenden Schlüssen befassen.

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Rassehunde versus Mischlinge – Teils große Unterschiede

Wer sich näher mit Hunderassen beschäftigt oder auch nur manche Rassehunde auf der Straße sieht, wird den Eindruck von gesundheitlichen Unterschieden nicht los. Oftmals ist etwa zu hören, dass einige Rassehunde überzüchtet seien. Das wiederum begünstige – so die Argumentation – das Entstehen rassetypischer Erkrankungen.

Werfen wir einmal einen Blick auf Rassen wie den Mops oder die Bulldogge, wird der Hintergrund deutlich. Bei beiden handelt es sich um Rassen mit platter Schnauze. Infolge der angezüchteten anatomischen Besonderheit sind diese Vierbeiner etwa besonders anfällig für Atemwegserkrankungen. Diese Reihe solcher Erkrankungen oder zumindest Erkrankungsanfälligkeiten lässt sich auch bei einigen anderen Rassen fortsetzen.

Datenquelle zur Grafik

Mischlingshunde, die hierzulande laut Zahlen des Verbands für das Deutsche Hundewesen (VDH) mit etwa 31 Prozent in der Minderheit sind, gelten dagegen im Durchschnitt als robuster und weniger krankheitsanfällig. Um zu verstehen, warum das so ist und was auch Sie dagegen unternehmen können, ist das Wissen um die Ursachen essenziell.

Welche Ursachen hat die Erkrankungsanfälligkeit?

Das Prinzip der Evolution kennen Sie als „The Survival of the Fittest“ – also das Überleben des Bestangepassten an die jeweiligen Lebensumstände. Ob eine absolute Spezialisierung auf eine bestimmt Nische oder die Entwicklung eines Allround-Talents die erfolgversprechendste Variante ist, hängt von den Umweltbedingungen ab.

Genau hier liegt das Problem: Immerhin bedeutet die Zucht von bestimmten Hunderassen nichts weniger als einen Eingriff des Menschen in diesen natürlichen Prozess. Hunderassen werden seit vielen hundert Jahren auf bestimmte Eigenschaften hin gezüchtet. Das betrifft bei einigen Rassen charakterliche Eigenschaften mit dem Ziel einer spezifischen Nutzung.

Bei anderen Rassen betrifft der Zuchteingriff einzig optische Merkmale, um einen Hund zu erhalten, der dem menschlichen Auge gefällt. Liegt eine Überbetonung bestimmter Rassemerkmale vor, kann es zu gesundheitlichen Problemen oder Anfälligkeiten kommen. Tierschützer:innen sprechen hier von Überzüchtung.

Eine weitere Ursache dafür, dass einige Rassen zumindest in Teilen anfälliger sind als andere, sind Zuchtfehler. Diese können beispielsweise auf die Zucht durch unqualifizierte Züchter:innen oder Inzucht hervorgehen. Leider hat die Corona-Krise die Problematik noch verschärft. Ursächlich ist die massiv gestiegene Nachfrage nach Rasse-Hundewelpen.

Weniger seriöse Züchter:innen haben in diesem Zusammenhang Hündinnen häufiger decken lassen oder keine Rücksicht auf Inzucht genommen. Beides erhöht das Risiko für die Krankheitsanfälligkeit bei Rassehunden, da die Wahrscheinlichkeit für das Vererben genetischer Fehler oder Neigungen steigt.

Diese Rassehunde sind besonders gesund und robust

Pauschalaussagen sind eigentlich nicht unser Ding. Die Dinge in der Welt sind nämlich nicht einfach schwarz oder weiß. Und so gibt es auch einige Hunderassen, die eben genau durch die gezielte Zucht ihre besondere Robustheit erhalten haben. Als „gesunde Hunderassen“ gelten gemeinhin Hunde, die „relativ selten“ krank werden – denn krank wird jeder Hund einmal. In der Regel handelt es sich bei diesen Rassen um Hunde, die als Arbeitsrassen gezüchtet worden sind.

Zu diesen als sehr robust geltenden Hunderassen zählen überraschenderweise nur wenige „Mainstream-Rassen“. Darunter etwa der Riesenschnauzer, der Belgische Schäferhund, der Alaskan Malamute, der Sibirische Husky oder der Malteser. Deutlich länger dagegen ist die Liste der selteneren Rassen unter den besonders robusten Hunden. Hierzu gehören unter anderem:

  • Affenpinscher
  • Afghanischer Windhund
  • Bearded Collie
  • Berger Blanc Suisse
  • Broholmer
  • Chesapeake Bay Retriever
  • Deutscher Drahthaar
  • English Pointer
  • Suomen Lapinkoira
  • Grönlandhund
  • Großer Münsterländer
  • Irish Soft Coated Wheaten Terrier
  • Karelischer Bärenhund
  • Katalanischer Schäferhund
  • Kuvasz
  • Lappländischer Rentierhund
  • Spanischer Mastiff
  • Norwegischer Elchhund
  • Österreichischer Bracken
  • Parson Russel Terrier
  • Rafeiro do Alentejo
  • Tschechoslowakischer Wolfshund
  • Zentralasiatischer Owtscharka

Und, wie viele Hunderassen aus unserem Auszug der „relativ robusten“ Hunderassen kannten Sie vorher? Wenn Sie besonders großen Wert auf die Gesundheit und Robustheit Ihres Hundes legen, könnte eines dieser Schlappohren eine Alternative zu Labrador, Mops und Golden Retriever sein.

Welche Hunderassen für ihre Wehwehchen bekannt sind

Den besonders robusten Rassen stehen natürlich auch Hunderassen gegenüber, die aus unterschiedlichsten Gründen anfällig für Erkrankungen sind. Dazu zählen auch rassetypische Erbkrankheiten, die sich früher oder später bahnbrechen. Beispielhaft wollen wir uns an dieser Stellen mit fünf besonders beliebten Hunderassen beschäftigen.

  • Australian Shepherd: Mit ihrem sanften Wesen, ihrer Energie und den mystischen blauen Augen haben Australian Shepherds die Herzen von Hundefreunden im Sturm erobert. Allerdings sind ausgerechnet die blauen Augen, die viele Hunde der Rasse haben, ein Problem. Sie gehen auf das sogenannte Merle-Gen zurück, das als Gen-Defekt gilt. „Aussies“ sind damit überdurchschnittlich empfindlich für Augenerkrankungen. Zudem kommen häufig taube und blinde Welpen zur Welt.
  • Pudel: Für Allergiker sind Pudel ein Traum. Durch ihre besondere Fellstruktur verlieren sie deutlich weniger Haare, wodurch sich die reizenden Stoffe des Hundespeichels kaum im Raum verbreiten. Was nur Wenige wissen, ist allerdings, dass Pudel zu den Rassehunden mit häufigen Gesundheitsproblemen gehören. Dazu gehören bei kleineren Pudelrassen Augenerkrankungen wie grauer Star und fortschreitender Netzhautschwund. Größere Pudelrassen dagegen entwickeln wie viele andere „große Rassen“ häufig auch Probleme mit den Knien sowie Hüftgelenkdysplasien.
  • Dackel: Dackel sind waschechte Jagdhunde. Mit ihren kurzen Beinen und dem langen Rücken sind sie ideal, um Beutetiere selbst in Erdlöchern zu verfolgen. Diese gezielte Zucht hat jedoch Folgen, die jede Dackelrasse ausbaden muss. Die anatomische Veränderung der Statik kann zu Bandscheibenproblemen und Bewegungsstörungen führen. Dadurch steigt die Gefahr für die als charakteristische Krankheit nach dem Dackel benannte „Dackellähme“.
  • Labrador Retriever: Dass Labradore als Familienhunde so beliebt sind, liegt an ihrem Wesen. Sie sind aktiv, kinderlieb und gut zu erziehen. Letzteres geht auf ihre bedingungslose Verfressenheit zurück. Verantwortlich für den „Hundeheißhunger“, dem auch so mancher nicht fressbare Gegenstand zum Opfer fällt, ist ein Defekt im POMC-Gen. Vereinfacht gesagt, blockiert der Gen-Defekt das Sättigungsgefühl. Die Neigung zum Überfressen macht Labradore besonders anfällig für Übergewicht und damit auch für Diabetes, Herzerkrankungen, vorzeitigen Gelenkverschleiß und Co. Da ist es bei unseren Vierbeinern nicht anders als bei uns. Als Halter:in obliegt es Ihnen, dieser genetischen Anfälligkeit durch bewusstes Handeln zu begegnen.
  • Französische Bulldogge: Der fünfte Vertreter der überdurchschnittlich anfälligen Hunderassen ist die Französische Bulldogge. Dank ihres putzigen Aussehens erfreut sich die Französische Bulldogge großer Beliebtheit. Geraden in Städten wird sie häufig gehalten, da sie scheinbar wenig Bewegung braucht. Allerdings handelt es sich um eine Rasse, die unter der angezüchteten kurzen Schnauze leidet. Besonders häufig sind Atemprobleme und daraus resultierende Herz-Kreislaufproblematiken, Atemwegsinfekte sowie Augen- und Bindehautentzündungen. Wer sich für eine Französische Bulldogge entscheidet, sollte sich also auch mit dem einen oder anderen zusätzlichen Besuch in der Tierarztpraxis anfreunden.

Der richtige Umgang mit rassespezifischen Gesundheitsproblemen

Was ist nun die Schlussfolgerung aus der Problematik rund um die unterschiedliche Robustheit von Hunderassen und Mischlingen? Derzeit gibt es weltweit 360 offiziell vom Verband Fédération Cynologique Internationale (FCI) anerkannte Hunderassen. Hinzu kommen etliche (noch) nicht anerkannte Rassen. Eine einfache Möglichkeit wäre also, die rassespezifische Vielfalt zu fördern und vermehrt auf seltene aber dafür umso robustere Rassen zu setzen. Die Auswahl ist schließlich groß.

Tipp:

Die Entscheidung, einen Hund zu adoptieren, ist eine Entscheidung für zwei Leben. Für Ihres auf der einen und für das Leben der Fellnase auf der anderen Seite. Wenn Sie sich bezüglich der Gesundheit Ihres Hundes absichern möchten, nehmen Sie am besten Kontakt zu einer Tierarztpraxis auf. Die Erfahrungswerte der Tiermediziner:innen sind die verlässlichste Quelle für die gesundheitliche Robustheit bestimmter Hunderassen.

Setzen mehr Hundefreund:innen auf unterschiedliche Rassen, senkt dies auch die etwa durch Zuchtfehler bedingte Krankheitsanfälligkeit bisher beliebter Hunderassen. Eine weitere Option ist die Aufnahme eines gesunden Mischlingshunds mit einem robusteren Gesundheitsprofil. Das Tierheim ist hier ein guter Anlaufpunkt und die bessere Alternative zu zwielichtigen Laienzüchtern und Welpen aus dem Internet.

Keine Unterstützung für Massenzucht – Was Sie nachhaltig tun können

Wenn Sie sich doch für eine Rasse entscheiden, die „relativ“ krankheitsanfällig ist, können Sie aber auch hier vorsorgen. Das betrifft zunächst die Auswahl von seriösen Züchter:innen. Diese sind Ihnen entweder persönlich bekannt oder in einem Zuchtverband organisiert. Letzteres stellt sicher, dass die Tiere nach festen Regularien gezüchtet und auf ihre Gesundheit geprüft werden.

Sie können sich also sicher sein, dass die Züchter:innen alles in ihrer Macht Stehende tun, um Ihnen einen gesunden Welpen zu übergeben. Bei reinen Vermehrern, die aus Profitgründen auf diese Maßnahmen verzichten, ist das nicht der Fall. Es häufen sich die Fälle von Welpen, die etwa durch mangelnde Hygiene einen starken Parasitenbefall haben.

Letzterer kann das Immunsystem schlimmstenfalls ein Leben lang stark schwächen. Seriöse Züchter finden Sie beispielsweise über die Internetpräsenz des VDH. Aber auch Sie selbst können vieles tun, um die Gesundheit aller Hunderassen zu fördern.

Allem voran stehen die Maßnahmen, die auch uns gesund sind und uns vor Zivilisationserkrankungen bewahren. Neben viel Bewegung an der frischen Luft betrifft das eine ausgewogene und hochwertige Ernährung sowie eine umfassende Gesundheitsvorsorge durch Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen und Co.

Jetzt gegen Gesundheitsrisiken absichern

Der jährliche Gesundheits-Check gehört zu einem gesunden Hundeleben dazu wie die Luft zum Atmen. Allerdings ist jeder Besuch in der tierärztlichen Praxis mit Kosten verbunden. Kosten, die sich viele Halter:innen sparen wollen.

Die teure Rechnung kommt dann häufig jedoch Monate oder Jahre später in Form einer schweren Erkrankung, die noch höhere Kosten verursacht. Durch eine umfassende und regelmäßige Prophylaxe lassen sich die Kosten selbst bei weniger robusten Hunderassen deutlich reduzieren. Mit einer Hundekrankenversicherung müssen Sie die medizinischen Kosten Ihres Hundes nicht allein tragen.

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