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Haustiergeruch in der Wohnung beseitigen

Das sind die besten Tipps

Kennen Sie das? Sie betreten eine fremde Wohnung und Ihnen schlägt ein eigentümlicher Geruch entgegen? Wenige Momente später entdecken Sie den offensichtlichen Grund für die charakteristischen Gerüche: Gleich zwei Katzen stolzieren auf ihrem Kratzbaum herum und auch der Hund des Hauses kommt schwanzwedelnd auf Sie zugelaufen. Nun, Haustiere haben einen Eigengeruch – wie wir Menschen im Übrigen auch.

Das bedeutet jedoch auch, dass sich der Geruch unserer Lieblinge in unseren Wohnungen niederschlägt. Dank der auch als Geruchsblindheit bekannten Gewöhnung an die Gerüche des eigenen Lebensumfelds nehmen wir zumindest den Haustiergeruch unserer eigenen Vierbeiner kaum mehr wahr. Aber es ist sowohl für Sie selbst als auch für so manchen Gast unangenehm. Was also tun gegen schlechte Gerüche, die von süßen Fellnasen herrühren? Wir haben die besten Tipps für Sie zusammengefasst.

Das sind die besten Tipps

Zahl der Haustiere in Deutschland steigt massiv an

Was das Thema Haustiergeruch angeht, können wir tatsächlich von einem zunehmenden Problem sprechen. Immerhin steigt die Anzahl der deutschen Haushalte, in denen mindestens ein Tier zuhause ist, seit Jahren deutlich an. Allein zwischen dem Jahr 2016 und dem Jahr 2020 ist die Gesamtzahl der Haustiere von 31,6 Millionen auf 34,9 Millionen Tiere gestiegen.

Das entspricht einem Zuwachs von gut 10,5 Prozent. Maßgeblich für diese Zunahme ist vor allem die wachsende Zahl an Hunden und Katzen. Allein im Erhebungszeitraum kamen 2,1 Millionen Hunde sowie 2,3 Millionen Samtpfoten hinzu. Deutlich abgenommen dagegen hat die Zahl der Ziervögel (minus 1,1 Millionen).

Datenquelle zur Grafik

Und der Trend scheint sich so fortzusetzen. Das führt jedoch auch dazu, dass der Bedarf an einfachen Tricks für die Beseitigung von Haustiergerüchen steigt. Wer möchte seine Nase und die seiner Gäste schon dem Aroma „nasser Hund“ oder „Katzenklo“ aussetzen? Mit unseren Tipps sagen Sie üblen Gerüchen den Kampf an.

Tipp 1: Gehen Sie der Ursache auf den Grund

Der wohl offensichtlichste, aber wirksamste Tipp ist das Ausschalten der Geruchsquelle. Häufig genug ist es die Katze oder der Hund selbst. Verbreitet Ihr Haustier selbst den strengsten Geruch, kann es dafür etliche Ursachen geben. In der Regel ist dafür eine mangelnde Fellpflege oder Schmutz im Fell verantwortlich.

Aber auch bestimmte Futtermittel können dazu führen, dass Ihr Tier einen charakteristischen Geruch von sich gibt. Hinzu kommen tiermedizinische Ursachen wie verstopfte Analdrüsen, Zahnstein, Verdauungsprobleme oder anderweitige Erkrankungen. Findet sich keine offensichtliche Ursache, kann auch ein Gang zum Tierarzt bzw. zur Tierärztin den üblen Haustiergeruch langfristig beseitigen.

Schon gewusst? – Nasser Hund

Das Sprichwort „du riechst ja wie ein nasser Hund“ kommt nicht von ungefähr. Tatsächlich entwickeln Hunde beim Kontakt mit Wasser bzw. Feuchtigkeit einen eigentümlichen Geruch. Das liegt jedoch nicht direkt an der Kombination aus Hund und Wasser. Vielmehr ist es so, dass der Hundekörper bei Kontakt mit Feuchtigkeit vermehrt Talg absondert, um sich selbst vor der Nässe zu schützen. Dieser Talg ergibt den entsprechenden Geruch. Viele Hunde sondern im Übrigen bereits größere Mengen Talg ab, wenn nur die Pfoten feucht werden. Wundern Sie sich also nicht, wenn es in Ihrer Wohnung bereits kurz nach dem feuchten Durchwischen nicht mehr nach Frühlingsduft, sondern nach „nassem Hund“ duftet.

Tipp 2 – Lüften, lüften, lüften

Während sich Hunde, Katzen und Co. durch Ihre Wohnung bewegen, verlieren Sie Geruchspartikel. Diese haften unter anderem an Haaren und mikroskopisch kleinen Hautschüppchen an. Als solche lagern sie sich überall ab, verbinden sich mit der Raumluft und werden bei nahezu jeder Bewegung mit aufgewirbelt.

Damit verteilt sich auch der Haustiergeruch im ganzen Haus. Wer mehrmals am Tag mit weit geöffnetem Fenster stoßlüftet, befördert diese Geruchspartikel immer wieder nach draußen. Damit lässt sich auch die wahrgenommene Geruchsbelästigung deutlich senken.

Tipp 3 – Mit Zitronenwasser nachwischen

Ist der grobe Schmutz in Form von Dreck, Haaren und Hautschuppen beseitigt, können Sie in Ihrer Wohnung an die Nacharbeiten gehen. Besonders effektiv gegen üble Gerüche hat sich Zitronenwasser erwiesen.

Dieser Geruchskiller ist sowohl auf glatten Böden als auch auf Polstermöbeln und Teppichen anwendbar. Verwenden Sie das Zitronenwasser für eine optimale Wirkung jedoch erst nach dem Putzen bzw. Staubsaugen. Um einen effektiven Geruchskiller herzustellen, benötigen Sie lediglich zwei geviertelte Zitronen und einen Liter Wasser.

Geben Sie die Zitronen hinein und lassen Sie die Mischung für etwa fünf Minuten kochen. Anschließend schalten Sie den Herd ab und lassen die Mischung mit verschlossenem Deckel für 12 bis 24 Stunden stehen. Den fertigen Zitronensud filtern Sie anschließend durch ein feines Sieb und geben ihn anschließend für die Verwendung in eine Sprühflasche.

Achtung:

Prüfen Sie bei farbenfrohen Polstermöbeln, Kissen oder Teppichen zuvor immer die Wirkung des Zitronenwassers an einer unauffälligen Stelle. Im schlimmsten Fall können die Textilien ausbleichen.

Tipp 4 – Geruchskiller Backpulver

Mit Backpulver können Sie nicht nur wunderbare Backwaren zaubern. Backpulver ist auch ein hervorragendes Hausmittel gegen allerhand üble Gerüche. Allerdings eignet sich das Pulver vornehmlich für den punktuellen Einsatz, etwa auf Textilien. Geben Sie dazu einfach etwas Backpulver auf die übel riechenden Stellen und lassen Sie es für 20 bis 30 Minuten einwirken. Bei besonders intensiven Gerüchen können Sie die Einwirkzeit auch auf zwölf Stunden verlängern. Anschließend entfernen Sie das Pulver rückstandslos mit einem feuchten Tuch.

Tipp 5 – Geruchsbelästigung mit Apfelessig zu Leibe rücken

Unter Hunde- und Katzenhaltern gilt Apfelessig als Geheimtipp gegen hartnäckige Gerüche – vor allem bei Hunde- und Katzenurin. Allerdings sollten Sie den Apfelessig niemals unverdünnt verwenden. Hochkonzentriert kann dieser Oberflächen angreifen und Farben ausbleichen lassen. Besser ist es, eine Mischung aus einem Teil Apfelessig und drei Teilen Wasser zusammenzumischen.

Ähnlich wie das Zitronenwasser geben Sie auch die Apfelessigmischung in eine Sprühflasche und verteilen sie großzügig auf den stinkenden Stellen. Lassen Sie die Mischung eine Weile einwirken und wischen Sie den Rest einfach weg. Wer nun noch den penetranten Essiggeruch loswerden möchte, rückt der Stelle abermals mit einem Haushaltsreiniger zu Leibe.

Tipp 6 – Spielzeug und Decken waschen

Eigentlich ist es so naheliegend. Dennoch wird dieser Tipp von den wenigsten Halter:innen beherzigt. Dabei sind Decken und Spielzeuge genau die Dinge, mit denen Ihre Haustiere den meisten Kontakt haben. Sowohl in den Tiefen von Decken als auch in Vertiefungen von Spielzeugen sammeln sich auch Körpersekrete wie Speichel, die auf ganz natürliche Weise irgendwann anfangen zu müffeln. Während sich Decken und textile Spielzeuge problemlos in der Waschmaschine säubern lassen, bietet sich für Kunststoff die Spülmaschine an.

Tipp 7 – Keine Macht dem Katzenklo-Geruch

In Katzenhaushalten ist das Katzenklo meist die Geruchsquelle Nummer eins. Hier gibt es gleich mehrere Möglichkeiten, um die Geruchsbildung zu minimieren. Ideal ist etwa ein Aufstellort, an dem die Geruchsbildung nicht noch zusätzlich durch Wärme gefördert wird.

In Räumen mit Fußbodenheizung sollten Sie die Katzentoilette daher nicht aufstellen. Ideal sind Flure, Keller oder Balkone. Weitere Verbesserung schafft sogenanntes Klumpstreu, mit dem sich Kot und Urin besser entnehmen lassen. Ergänzt werden diese Maßnahmen durch eine dünne Schicht Backpulver am Boden unter der Streu, welches üble Gerüche bindet.

Tipp 8 – Kaffee gegen Haustiergeruch

Der Duft von frisch aufgebrühtem Kaffee vertreibt Tiergeruch sehr effektiv. Allerdings könnte eine so exzessive Kaffeezeremonie nicht unbedingt erbaulich für Ihren Schlafrhythmus sein. Besser nutzen Sie den nach dem Kaffeekochen übrig gebliebenen Kaffeesatz. Platzieren Sie einfach einige Gefäße mit frischem Kaffeesatz im Haus. Der feuchte Kaffee bindet im folgenden zahlreiche Geruchsmoleküle an sich. Da Kaffee allerdings nur eine kurzfristige Lösung ist, sollten Sie sich parallel um die Beseitigung der Ursache kümmern.

Tipp 9 – Hund und Katze regelmäßig baden

Wenn nichts mehr hilft, dann ist es Zeit für ein ausgiebiges Bad. Das bietet sich vor allem dann an, wenn das Fell wirklich dreckig ist oder das letzte Vollbad schon einige Monate her ist. Allzu häufig Baden sollten Sie weder Hunde noch Katzen, da dies schädlich für deren Hautgesundheit sein kann. Achten Sie beim Baden daher auch darauf, spezielle Shampoos für Haustiere benutzen.

Diese sollten möglichst sensitiv sein und keine unnötigen chemischen Zusatzstoffe enthalten. Ach ja: Vergessen Sie bei Ihrem Hund bloß nicht das Abtrocknen nach dem Baden. Ansonsten springt auch hier schnell wieder die Talgproduktion an, womit Sie abermals vor dem Problem „nasser Hund“ stehen.