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Reisen mit der Katze

– Was Sie beachten müssen

Der Urlaub ist die schönste Zeit des Jahres. Das gilt natürlich auch für Katzenhalter. Wenn Sie Ihrem Stubentiger ebenfalls einen Tapetenwechsel gönnen möchten, können Sie den kleinen Racker aber nicht einfach einpacken und los geht’s! Katzen sind auf Reisen ehrlicherweise noch anspruchsvoller als kleine Kinder.

Hunger, Durst, Unruhe und ein mitunter herzerweichendes Miauen, welches das übliche „sind wir schon da“ ersetzt, sind häufig an der Tagesordnung. Damit der Weg zum Urlaubsort für Sie und Ihre Samtpfote wirklich entspannt verläuft, müssen Sie einige Dinge beachten. Das gilt vor allem für Reisen ins Ausland!

Bildquelle: Adobe Stock / 1827photography

13. August 2021

Die Reisevorbereitungen

Eine gewissenhafte Reisevorbereitung ist die Basis für einen gelungenen Urlaub und erspart so manchen Ärger. Und das unabhängig davon, ob Sie mit dem Flugzeug fliegen, Sie den Zug nehmen oder Ihre Fellnase als Passagier im Auto zum Urlaubsort transportiert wird. Mit unseren Tipps können Sie den pelzigen Ferien völlig entspannt entgegensehen.

Gewöhnung an die Transportbox

Hauskatzen lieben nichts mehr als ihre Freiheit und hassen nichts mehr, als eingesperrt zu sein. So mancher Katzenhalter kann ein Liedchen davon singen, welche Dramen sich abspielen, wenn Miezi und Garfield in der Transportbox zum Tierarzt sollen. Und das sind in der Regel nur kurze Strecken.

Während der Anreise zum Urlaubsort verbringt Ihr Vierbeiner aber etliche Stunden in der Transportbox. Bereits mehrere Monate vor dem Reiseantritt sollten Sie daher damit beginnen, Ihre Katze an längere Aufenthalte im mobilen zu Hause zu gewöhnen.

Ideal ist eine ausbruchsichere und leicht zu reinigende Kunststofftransportbox, die sich auch für Flugreisen eignet. Weidekörbe oder leichte Stofftaschen mögen auf den ersten Blick vielleicht komfortabler erscheinen, eigenen sich aber nicht für längere Reisen. In vielen Verkehrsmitteln ist der Transport darüber hinaus nur in ausbruchsicheren Transportboxen gestattet.

 


So gewöhnen Sie Ihre Katze an die Transportbox

 

  • Machen Sie Ihre Katze neugierig auf die Transportbox, indem Sie diese einfach offen in ihrem Revier abstellen. So kann sie die Box schon einmal beschnuppern und besichtigen.
  • Verstecken Sie ab und zu ein Leckerli in der Transportbox. So knüpft Ihr Stubentiger positive Assoziationen mit der Box. Bleiben Sie bei der Leckerlivergabe aber stets unberechenbar.
  • Schaffen Sie Vertrautheit durch bekannte Spielzeuge oder eine heißgeliebte Katzendecke. Allein der Geruch sorgt für eine gewisse Vertrautheit.
  • Gewöhnen Sie Ihre Katze an die Enge in der Transportbox, indem Sie die Box zeitweise verschließen. Die Zeitspanne können Sie schrittweise erhöhen.
  • Unternehmen Sie einige kurze Ausflüge mit der Transportbox. Das ist die ideale Vorbereitung für eine lange Fahrt im Auto. Wenn Sie mit dem Zug verreisen möchten, sollten Sie Ihren Stubentiger ebenfalls an die Eigenheiten dieses Verkehrsmittels gewöhnen.

 

Merke: Weiß Ihre Katze, was auf sie zukommt, ist ihr Stresslevel auf dem Weg zum Reiseziel deutlich geringer. Zudem wissen Sie auch durch die Testläufe bereits, wie Ihre Katze auf den Reisestress reagiert.


 

Medizinische Vorbereitung: Untersuchung, Impfungen und EU-Heimtierausweis

Ein kurzer Check-up vor dem Reiseantritt ist immer eine gute Idee. Eine angeschlagene Katze mit in den Urlaub zu nehmen, kann speziell im Ausland durch hohe Tierarztkosten teuer werden. Eine Tierkrankenversicherung bietet hier zusätzlichen Schutz.


Tipp: Ähnlich wie Menschen leiden auch viele Katzen unter Reiseübelkeit. Lassen Sie sich im Zweifelsfall vom Tierarzt ein pflanzliches Medikament verschreiben, das ins Reisegepäck gehört.


Während Ihres Besuchs beim Tierarzt sollten Sie auch Ihre konkreten Reisepläne durchsprechen. Abhängig von der Länge der Reise und dem gewählten Transportmittel hat der Tierarzt häufig wertvolle Tipps für Sie oder bewahrt Sie davor, Ihre Katze zu sehr zu strapazieren. Ebenso wichtig sind für einen Auslandsaufenthalt notwendige Impfungen. Darunter etwa Tollwut.

Diese dienen einerseits dem Schutz Ihrer Katze und andererseits dem Schutz der lokalen Flora vor und Fauna vor der Einschleppung von Krankheiten und Parasiten. Auch eine Prophylaxe gegen Zecken und Herzwürmer ist empfehlenswert.

Wichtig: Für eine Reise ins Ausland benötigt Ihre Katze einen EU-Heimtierausweis. Mehr zum EU-Heimtierausweis erfahren Sie in unserem Artikel zum Thema.

Internationale Reise- und Quarantänebestimmungen für Katzen

Informieren Sie sich unbedingt über die Reisebestimmungen, die in Ihrem Zielland gelten. Der EU-Heimtierausweis ist die Grundvoraussetzung für eine Auslandsreise, da er Auskunft über den Impfstatus Ihrer Katze gibt.

Trotzdem gelten international und sogar innerhalb der EU einige Sonderbedingungen, die Impffristen oder Gesundheitszeugnisse betreffen. In den folgenden Ländern gelten die Standardbestimmungen des EU-Heimtierausweises:

Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn, Zypern.

 

Sonderbestimmungen für die Einreise mit Katzen

 

Land Sonderregelung
England Nähere Informationen liefert das Pet Travel Scheme (PETS)
Finnland Katzen (älter als 3 Monate) müssen spätestens 30 Tage vor der Einreise eine tierärztlich bescheinigte Bandwurmbehandlung vorweisen können.
Frankreich Nach Frankreich dürfen Sie höchstens fünf Tiere mit einem Mindestalter von drei Monaten mitnehmen.
Kroatien Gesundheitszeugnis, das bestätigt, dass Ihre Katze keine meldepflichtigen Erkrankungen hat.
Italien Keine Einreise für Katzen unter drei Monaten.
Österreich Katzen unter drei Monaten dürfen nicht einreisen.
Russland Mindestens 30 Tage alte Tollwutimpfung, die nicht länger als zwölf Monate zurückliegen darf. Zudem benötigen Sie ein amtsärztliches Gesundheitszeugnis, das nicht älter als zehn Tage ist.
Schweden Schweden schreibt zehn Tage vor der Einreise eine Entwurmung (Zwergbandwurm) vor.
Schweiz Tollwut-Erstimpfung mindestens 21 Tage vor der Einreise.
Türkei Die Türkei schreibt ein Gesundheitszeugnis vor, das maximal 15 Tage alt ist.
USA Katzen, die über drei Monate alt sind, benötigen eine Tollwutimpfung. Zudem braucht Ihre Katze ein Gesundheitszeugnis, das bescheinigt, dass sie frei von auf Menschen übertragbaren Krankheiten ist.

 


Wichtig: Wir übernehmen keine Gewähr für die Vollständigkeit und Aktualität der Angaben. Informieren Sie sich daher immer über die aktuellen Einreisebestimmungen Ihres Urlaubslandes!


 

Weitere Tipps für die Reisevorbereitung

Mit der Gewöhnung an die Transportbox und den gesundheitlichen Vorbereitungen haben Sie die beiden größten Brocken der Reisevorbereitung bereits abgehandelt. Allerdings sollten Sie auch noch einige weitere Punkte beachten:

  • Planen Sie Ihre Reise nach Möglichkeit etappenweise. Auf langen Autoreisen auch eventuell mit Zwischenübernachtung.
  • Melden Sie Ihre Katze im Feriendomizil an bzw. klären Sie ab, ob Haustiere erlaubt sind.
  • Holen Sie Informationen bei Ihrem Reiseanbieter bzw. der Bahngesellschaft oder Fluglinie ein.
  • Gewöhnen Sie Ihre Katze schon zu Hause daran, an der Leine zu laufen. Freilauf ist für neugierige Stubentiger am Urlaubsort keine gute Idee.
  • Fertigen Sie sicherheitshalber im Vorfeld trotzdem einige Suchzettel an. Auch ein kleiner GPS-Tracker kann nicht schaden.
  • Registrieren Sie Ihre Katze bei einem Heimtierregister wie „Tasso“, falls sie doch verloren gehen sollte.
  • Füttern Sie Ihre Katze zuletzt fünf Stunden vor der Abreise, um Übelkeit zu vermeiden.

Tipp: Um den Stress für Ihr Tier zu reduzieren, gibt es mittlerweile spezielles Futter, das mit Stressregulatoren angereichert ist. Damit es seine Wirkung entfaltet, muss die Ernährungsumstellung jedoch 7 bis 14 Tage vor der Reise erfolgen. Solche speziellen Futtermittel erhalten Sie über Ihren Tierarzt.


 

Ich packe meinen Koffer und nehme mit…

Sie sollten nicht unterschätzen, wie viel Gepäck Ihr Stubentiger braucht. Die folgende (natürlich nicht abschließende) Checkliste hilft Ihnen dabei, den Überblick zu behalten:

  • Transportbox
  • Katzentoilette bzw. Reisekatzentoilette
  • Katzendecke und Katzenkissen
  • Spielzeuge
  • Bürsten
  • Halsband mit Namensschild (während der Fahrt anlegen)
  • Adressschild mit der Adresse der Urlaubsorts (an der Transportbox anbringen)
  • Leine und Geschirr
  • Impfpass bzw. EU-Heimtierausweis
  • notwendiges Gesundheitszeugnis
  • Telefonnummer des Tierarztes für den Notfall
  • Einstreu und Streuschaufel
  • Futter und Leckerlis
  • Frischwasser
  • Näpfe
  • Notwendige Medikamente
  • Kohletabletten gegen Durchfall
  • Zeckenschutz

Los geht’s – Von Auto- bis Zugreise

Sind alle allgemeinen Vorbereitungen getroffen, können Sie sich nun um die Besonderheiten der Anreise selbst kümmern. Welche Besonderheiten gelten beim Reisen im Auto, im Flugzeug, mit der Bahn bzw. mit dem Schiff?

Autoreisen mit Katze

Das Auto ist für Ihren Stubentiger die mit Abstand angenehmste Art zu reisen. Schließlich können Sie diese Art des Reisens schon im Alltag trainieren. Sicherheit ist bei der Fahrt in den Urlaub natürlich oberstes Gebot. Achten Sie also darauf, dass die Transportbox jederzeit optimal gesichert ist. Der sicherste Ort ist im Übrigen der Fußraum hinter den Vordersitzen.

Ist das nicht möglich, können Sie sich auch ein spezielles Geschirr besorgen, mit dem Sie die Transportbox per Sicherheitsgurt sichern können. Beim Transport im Kofferraum leistet eine rutschfeste Unterlage zudem wertvolle Dienste. Manche Katzen bevorzugen es zudem, wenn Sie die Transportbox mit einem Tuch abdunkeln.


Wichtig: Auch wenn Ihr Stubentiger noch so herzzerreißend miaut, lassen Sie ihn während der Fahrt niemals aus der Transportbox. Eine freilaufende Katze im Auto ist eine große Gefahr!


Dauert die Fahrt länger als vier Stunden, müssen Sie Ihrer Katze etwas Wasser anbieten. Bei hohen Außentemperaturen oder Fahrten in den Süden unter Umständen auch früher. Im Fachhandel bekommen Sie spezielle Reisegefäße, sodass Sie Ihr Auto nicht unter Wasser setzen. Mindestens ebenso wichtig wie die Wasserversorgung sind regelmäßige Pausen.

Eine kurze Rast alle zwei Stunden reduziert den Stress für Ihren Vierbeiner enorm. Lassen Sie die Katzentransportbox insbesondere im Sommer zudem niemals unbeaufsichtigt im Auto. Hier droht ein gefährlicher Hitzschlag.

Zugreisen mit Katzen

Auch Bahnreisen sind mit Katzen meist problemlos möglich und nach dem Auto die zweitbeste Variante. Die einzige Bedingung ist eine ausbruchsichere und wasserdichte Transportbox, die nicht größer ist als eine konventionelle Reisetasche.

Um andere Fahrgäste nicht zu stören, sollten Sie hier auf besonders hochwertige Einstreu achten, die Urin besonders gut aufnimmt. Abgesehen davon gelten die gleichen Tipps wie für die Reise im Auto. Nehmen Sie genügend Wasser für Ihre Katze und ausreichend Proviant für Sie selbst mit.

Flugreisen - Durch die Lüfte mit Katz und Kater

Grundsätzlich sind Flugreisen mit Haustieren immer kritisch. Immerhin bedeuten das ungewohnte Umfeld, der Lärm und die lange Trennung von Ihnen enormen Stress für Ihren Vierbeiner. Wenn Sie doch fliegen möchten, sollten Sie Ihrer Katze zuliebe einen Direktflug buchen.

Weitere Besonderheiten gelten für die Transportbox. Diese muss ebenso wie bei Zugreisen absolut wasserdicht und ausbruchsicher sein und es dem Tier ermöglichen, sich hinzustellen. Zudem muss die Luftzufuhr von mindestens zwei Seiten gewährleistet sein.

Für die Auskleidung des Bodens benötigen Sie saugfähiges Material wie Toilettenpapier oder Einstreu – Heu oder Stroh sind nicht erlaubt. Bei einer Reisezeit von mindestens vier Stunden muss die Transportbox auch Wasser und Nahrung enthalten. Für Flugreisen geeignete Boxen bekommen Sie im Fachhandel.

 


Katzen reisen nur selten in der Kabine

Die Mitnahme der Katze im Passagierraum ist nur dann zulässig, wenn die Transportbox die Maße von 55 x 40 x 20 cm nicht überschreitet. Zudem dürfen Katze und Box gemeinsam nicht mehr als acht Kilogramm wiegen. Da sich die meisten Katzen in solchen Boxen nicht aufrichten können, kommt der Transport im Passagierraum in der Regel nicht infrage.

Der Transport im Frachtraum ist daher meist unumgänglich. Dort finden Katzen in einem speziellen Abteil Platz, das beheizt ist und über einen permanenten Druckausgleich verfügt. Die Kosten variieren von Fluggesellschaft zu Fluggesellschaft.


 

Weitere Hinweise zu Flugreisen mit Katzen

  • Nicht alle Flugzeuge besitzen die Erlaubnis für den Transport von Tieren. In seltenen Fällen kann es sein, dass Ihre Katze getrennt von Ihnen in einer anderen Maschine transportiert wird.
  • Hunde und Katzen werden in der Kabine grundsätzlich nicht gemeinsam transportiert.
  • Die Anzahl der gleichzeitig in der Kabine transportierten Tiere ist meist auf vier beschränkt. Selbst wenn Sie Ihre Katze als „Handgepäck“ mitnehmen dürften, ist das damit noch nicht garantiert.
  • Füttern Sie Ihre Katze spätestens zwölf Stunden vor dem Abflug mit einem leichten Futter.
  • Verzichten Sie bei Flugreisen auf Beruhigungsmittel. Diese wirken in der Höhe etwa dreimal so stark wie am Boden.

Schiffsreisen sind nichts für Katzen

Es gibt nicht wenige Katzenfreunde, die ihren Vierbeiner auch mit auf eine Kreuzfahrt nehmen möchten. Das ist jedoch keine gute Idee, da sich das Tier in den engen Kabinen alles andere als wohl fühlt. Frei herumstromern kann Ihre Fellnase ebenfalls nicht. Auch wenn einige Kreuzfahrtanbieter mittlerweile spezielle Tierhalterkabinen anbieten, lehnen die meisten Redereien pelzige Leichtmatrosen kategorisch ab.

Auch wir würden Ihnen von einer großen Seereise mit Ihrer Katze abraten. Einzige Ausnahme sind freilich Fähren, mit denen Sie Ihren Urlaubsort erreichen. Selbst eine mehrstündige Überfahrt ist kein Problem. Aber Achtung: Einige Reedereien berechnen eine gesonderte Gepäckgebühr, wenn Sie Ihre Katze zum Beispiel mit ihrer Box mit an Deck nehmen, statt sie im Auto zu lassen.

Endlich am Urlaubsort angekommen

Ihrer Katze geht es ähnlich wie Ihnen selbst: Endlich am Urlaubsort angekommen, fällt erst einmal der Stress ab. Abhängig davon, wie stressig die Anreise für Ihre Samtpfote war, kann es sein, dass sie zunächst etwas Ruhe braucht. Lassen Sie sie ruhig ein wenig allein sein und stellen Sie das Tier mit ihrer Transportbox an einen möglichst stillen und leicht abgedunkelten Ort.

In der Regel dauert es aber nicht lange, bis sie ihre neugierige Nase aus der Box streckt und das „neue Revier“ unter die Lupe nimmt. Sie können versuchen, Ihre Katze mit Leckerlis aus der Reserve zu locken. Bedrängen sollten Sie sie aber nicht.


Tipp: Bleiben Sie am Ankunftstag gemeinsam mit Ihrer Katze in der noch ungewohnten Umgebung. So kann sie sich daran gewöhnen. Damit sinkt auch das Risiko, dass sie in Ihrer Abwesenheit Unfug in der Ferienunterkunft anstellt.


 

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